Alte Fotos neu beschriftet

Max Kersting geht auf Flohmärkte, wühlt staubige Kisten durch und kauft sich Fotos. Die sind wahrscheinlich noch älter als die Kartons, in denen er sie findet. Das ist erstmal nichts Besonderes. Aber Max beschriftet die Bilder dann auch noch. Und das ist ziemlich toll.
Darauf sind zum Beispiel ein vernachlässigtes Klavier, eine Männerrunde am Gartentisch oder ein Mädchen im Bikini am Strand. Und jetzt hat er eine Ausstellung: in Berlin, in der Galerie "pavlov’s dog", vom 12.-14.April.

"drei (unbeschwerte) Tage"

Was ist heutzutage schon ein Skandal?

In Mailand, Avignon und Antwerpen sind die Leute zu hunderten auf die Straße gegangen. In Paris haben Christen und Rechte gemeinsam vor dem Theâtre de la Ville demonstriert, haben Stinkbomben geschmissen, Tränengas benutzt und den Saal besetzt, um die Vorführung zu verhindern. Selbst der Vatikan mischt sich ein und verurteilt das Stück, weil angeblich die Gefühle von Gläubigen verletzt werden.

Kurz bevor er weg ist: Der Hipster und ein Gespräch mit seinem Charon Mark Greif

Als ich letzte Woche aus der Favorit Bar stolperte, die Favorit Bar, das ist hier übrigens eine ziemliche hippe Bar, ohne Internetpräsenz, so diese Geschichte; als ich da also raus stolperte, hoffte ich, dass ich endlich das letzte Gespräch über Hipster geführt hatte. Ich war von dem Begriff satt wie von denjenigen, die hinter der meist pejorativen Bezichtigung steckten: Aber wer war das noch gleich?

Trash oder Kunst?

Es ist einfach nicht schön, wenn man sich in engen Passagen durch Menschenmassen drängen muss. Sich den Weg vorbei an Passanten bahnt, die laut vor sich hin murmeln oder ins Handy schreien. Wenn man angerempelt, beengt oder belästigt wird. Weil man sich gegen diese Horden kaum wehren kann, macht man eben einen Rückzieher. Schleppt sich und seine Einkaufstüten heim und lässt die Haustür ins Schloss fallen. Ein Stück weit geht es da wahrscheinlich jedem so wie den Personen aus der neuen Choreografie von Constanza Macras und dem Künstlerkollektiv Dorkypark. Here/After feierte am 3. Dezember im Hebbel am Ufer in Berlin Premiere. Der wichtigste Unterschied zwischen den Tänzern auf der Bühne und den meisten anderen Personen ist jedoch, dass diese normalerweise irgendwann auch wieder raus kommen aus ihrer Wohnung.

Jahrescharts 2011

"Listen, Listen, Listen" titelt die Spex unter dem Foto unser aller Lieblingslolita Lana del Rey. Wenn die Printmagazine in diesen Tagen ihre Januar-Ausgaben in die Läden liefern, dann stehen wir dem in nichts nach und präsentieren euch natürlich ebenfalls unsere Highlights des Jahres - und, wie ihr sicher schon gesehen habt, auch eine kleine optische Veränderung

Tim und Struppi, der Film in 3D. Ein Gespräch.

Die zwei Journalisten-spielenden Journalisten Jan Wehn und Max Link nehmen in einem Café in Friedrichshain Platz. Während der Blick durch die Fensterfront nach draußen offenbleibt, wo junge Menschen mit hochumgeschlagenen Hosenbeinen, Vollbärten und Seemannsmützen vorbei flanieren, spricht man drinnen bei Kaffee und Gebäck über den Film, der am Abend zuvor angesehen wurde.
 
Max: Wir wollen über den Film „Tim und Struppi. Das Geheimnis der Einhorn“ sprechen.

Die zwei entscheidenden Fragen an Eva Padberg

Überall im Internet, in jedem Magazin und allen Zeitungen. Es bestand in den letzten Wochen kaum eine Möglichkeit, irgendwo herumzuklicken oder -blättern, ohne auf dieses weibliche Harlekingesicht auf jenem Cover zu treffen: Links, die Haare streng zurück und dunkel geschminkte Augen. Rechts, leicht zerzauste Haare mit natürlichem Look. Eva Padberg (31) ist nicht mehr nur Top-Model, Berliner Djane und Fernsehmoderatorin („Das perfekte Model“ im Frühling 2012), sondern jetzt eben auch noch Autorin.

Nurkan Erpulat wagt sich an "Das Schloss"

Ohne mit der Wimper zu zucken würde ich Nurkan Erpulat als Theaterregisseur und Autor der Stunde bezeichnen: Mit seiner Inszenierung „Verrücktes Blut“ im Ballhaus Naunynstraße  wurde er zum Theatertreffen eingeladen, er erhielt den Publikumspreis in Mülheim und wurde Nachwuchsregisseur des Jahres. Letzte Woche fand mit Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ seine nächste Premiere in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin statt. Dieses Mal ist es nicht das, was viele "post-migrantisches" Theater nennen. Jedenfalls nicht unbedingt. Wieso, erklärt Nurkan Erpulat selbst.

Alles aussprechen, nichts sagen - Ein Besuch von Udo Walz

"Wo bin ich hier, in einer Journalistenschule?" Nein. Udo Walz ist nicht in einer Journalistenschule, aber er tut so, als wisse er das nicht genau. Es spielt auch keine Rolle. Der Star-Friseur, der nicht so genannt werden will, redet mit jedem über alles. Eine Stunde nimmt er sich heute für die Fragen der eifrigen Reporter. Ein Porträt.

Das sagt DBC Pierre

"Dirty But Clean" heißt das Buchstabenkürzel in seinem Namen. Klingt vielversprechend, nach Skandalautor. Und das ist er auch. DBC Pierre kommt nach Berlin, wenn die Berliner Festspiele das Buch feiern. Beim "internationalen literaturfestival berlin" („ilb“, 7.-17.9.) präsentieren 140 Autoren in der Hauptstadt mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen ihre neuen Bücher.