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Local Natives - Cards & Quarters

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Anbei zum Soundcheck von Gorilla Manor hier eine improvisierte Hinterhof-Version des Songs Cards & Quarters. Sehr perkussiv - oder anders gesagt -, es wird auf alles draufgehauen, was einen Klang erzeugt.


Bratze - Im Auge Des Lachs

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Am Freitag erscheint die neue Platte von Bratze. Darüber werden wir in angemessenem Maße berichten. Als kleine Erinnerung an die letzte Platte hier ein Song, zu dem wir eine besondere Beziehung haben.
 
Und Flaschen zerschmeisst man am besten auf Beton!
 


Stornoway - Zorbing

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Stornoway ist der größte Ort auf der Isle Of Lewis, einer Insel vor der Westküste Schottlands. Zorbing ist eine neuseeländische Sportart, bei der Menschen in großen transparenten Plastikkugeln um die Wette einen Abhang runterkullern. Was das mit diesem Video zu tun hat? Die Band Stornoway aus Oxford widmet der Sportart einen Song. Ihr Folk-Pop klingt erfrischend schön und der englische Akzent tut sein Übriges. Obwohl wir wohl in diesem Jahr wieder mit Folk-Irgendwas-Bands überschwemmt werden, dürfte das Debüt der Engländer, das am 28. Mai erscheint, herausstechen. Das jedenfalls verspricht dieser großartige Ohrwurm.
 


Dreimal reingegriffen in die Musikkiste

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Drei Bands mit ihren neuen Videos, und keine davon schmückt sich mit dem Artikel "The". Respekt. Was gibt's sonst zu sagen? Alle drei scheinen mir eine Entwicklung in Richtung Minimalismus gemacht zu haben - noch mehr Pop geworden zu sein; obwohl das bei den Gorillaz natürlich nicht leicht war. In deren aufgemotztem Video Stylo sieht man einen "rasenden" Bruce Willis, der den Affen die Hölle heiß macht. Die Foals sind mit Spanish Sahara weg vom Frickelrock, und liefern einen 1A epischen Popsong ab. Und Yeasayer, in deren neuem Stück One wird indieafrobeat-mäßig gepopt. Also getanzt.

Gorillaz - Stylo from mario ucci on Vimeo.

Foals - Spanish Sahara from TGC on Vimeo.

Yeasayer "ONE" By: Radical Friend from ODDBLOOD on Vimeo.
 
Falls es im Zeitalter von Youtube, Facebook, Twitter und Soundcloud noch jemanden interessiert: Die Alben von Yeasayer und den Gorillaz sind kürzlich erschienen, der Foals-Longplayer scheint im Mai zu kommen.


Isch hab Rücken...

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Wolf Gang ist schon nen cooler Tüppes. In Deutschland wird den wohl so ziemlich niemand kennen. Dabei hat der Gute schon ein Debütalbum ("The Kind And All Of His Man") plus Remixe von Frankmusik und Konsorten am Start. Die neue Single "Back To Back" kommt erstmal ohne die mehr oder weniger big names, dafür aber mit schönen Piano-Kicks und so Krimskrams, aus - gute Entscheidung.
 

Wolf Gang, "Back To Back" from Neon Gold Records on Vimeo.
 


Es geht voran...

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Erneuter Wintereinbruch hin, Minusgrade her - der Frühling kommt. Okay, ihr habt wohl selten einen schlechteren Einleitungstext gelesen, aber mit Sicherheit auch nicht sehr oft so perfekte Musik wie die von Summer Camp gehört. Vanillesofteisflecken auf dem AA-Vintage gefällig? Dazu noch ein bisschen Sandkörnerpeeling auf dem von Koksresten eh schon recht spröden Zahnschmelz? Dann seid ihr hier genau richtig. Die Jungs und Mädels hängen außerdem gerne mal mit Active Child und Washed Out rum, was prinzipiell ja schonmal eine gute Sache ist. Genau wie das erste Release, welches "Ghost Train" heißen und im April erscheinen wird. Für euch haben wir hier die das dazugehörige Video.
 

Summer Camp - Ghost Train (viral) from Paddy Power on Vimeo.
 


Caribou - Odessa

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Geklaut auf spex.de. Erinnert mich mehr oder weniger assoziativ an folgende Künstler: Video - David Lynch, Musik - Hot Chip, The Hickey Underworld; Gesang - Erlend Oye. Bild und Ton treffen sich jedenfalls hervorragend in der Mitte.


Alex Amsterdam - "Per Anhalter in deine Stadt"

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Eine Szene, wie sie sich gegenwärtig in Düsseldorf, Berlin oder Hamburg abspielen könnte. Jemand, der weiß, was gut ist, und jemand, der was dazulernt, unterhalten sich:

„Du hast tatsächlich noch nie was von Alex Amsterdam gehört?“
„Was ist denn nun damit, Mann?“
„Na, ich mein ja nur. Von denen wirst du noch hören. Vollblutmucker sind das. Echt guter Kram und spielen ein Konzert nach dem anderen. Wie wahnsinnig.“
„Ach. Und die kann man sich anhören, oder was?“
„Alter, du hast ja keine Ahnung:

in Düsseldorf, schon am 20. Februar im Zakk, 20 Uhr,
in Berlin, nicht mal eine Woche Später am 26. Februar im Privatclub, 20.30 Uhr,
und dann auch noch in Hamburg am 28. Februar im Logo, 21 Uhr.
(Und das ist nur der Anfang.)
Was sonst noch? http://www.alex-amsterdam.de/cms/ Wenn dann findest du hier alles.“

„Gehen wir hin, würde ich sagen.“
„Jo, gehen wir hin.“


Die Scham der Kritik: "Axolotl Roadkill" und der Vorwurf des Plagiats - Ein Kommentar

Aus Zeitgründen sind wir von lachsauge noch nicht dazu gekommen, eine Besprechung zu veröffentlichen - und wer weiss wie wir es gefunden hätten, dieses Buch, diesen Debüt-Roman der 17-jährigen Helene Hegemann, der, landauf, landab über den grünen Klee gelobt wurde. Die einstimmige Kritik jedenfalls machte den Eindruck: das junge Mädel, ähem, die Jungintellektuelle Hegemann, deren Statements stets unangenehm nach altkluger Arroganz stanken, rettet die deutsche Popliteratur und löst sie aus der Starre der Bedeutungslosigkeit.
 
Der "Coming-Of-Age-Roman der Nullerjahre", soviel dürfte nun klar sein, ist ein Plagiat. Der Blogger Deef vergleicht in seinem Blog Gefuehlskonserve exemplarisch Stellen aus Hegemanns Roman mit (vermeintlichen) Äquivalenten aus "Strobo", einem wenig beachteten Roman des Berliner Bloggers Airen. Die Frage, ob denn nicht dieses Copy&Paste-Prinzip und die generelle Absenz wirklicher Originalität (auf die sich auch Hegemann in ihrer halbherzigen Verteidigungsschrift bezieht) in der Popkultur als legitime Paten für diese dreiste Kopie stehen können, darf gerne  gestellt werden, an dieser Stelle möchte ich diesen Gedankengang allerdings vehement verweigern. Copy&Paste gerne, doch nicht ohne den Urheber des Kopierten an den Loorbeeren teilhaben zu lassen. Möglichkeiten für diesen Weg gäbe es genug - sich feiern zu lassen und zu hoffen, dass niemandem etwas auffällt, ist definitiv keine davon.
 
Die Ironie will es, dass die Verwandtschaft der Texte nicht von einer der klassischen Kontrollinstanzen aufgedeckt wurde, sondern von dem offenen Medium, auf das sich Hegemann, als Kind des Internets und Sprößling der digitalen Revolution, in ihrer Erklärung bezieht. Was folgt ist die Scham der Kritik, die sich hat blenden lassen (ich zeige hier ausdrücklich nicht mit dem Finger auf andere) und die Frage, warum - trotz all der Enthüllungen - von der Leipziger Buchmesse immernoch eisern an einer Nominierung Hegemanns für den Buchpreis 2010 festgehalten wird.
 


Kurzinterview mit AV

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Der Rapper AV aus Münster veröffentlicht am kommende Sonntag, den 14. Februar, und somit auch am Valentinstag seine EP "<3". Worum es auf der EP geht? "Anfang, Mitte, Ende. Gut, wunderschoen, boese, schlecht. Liebe, Hass, Zwischenfarben - das Alles ist '<3'". Jan Wehn bat den Rapper zu einem kurzen Gespräch über Enstehungsprozess, Zeitlosigkeit und musikalische Einflüsse.
 

 
Releasedate deiner "<3"-EP ist ja am  Valentinstag, dem 14. Februar. Das Konzept dahinter ist also klar. Denkst du, dass sie - trotz oder vielleicht gerade wegen diesem Titel - etwas Zeitloses hat? Immerhin ist sie ja schon auf deine ganz persönliche Situation hin geschrieben worden.

Also Zeitlos ist sie eigentlich nicht. Wenn man überlegt, dass sie einen bestimmten Zeitraum meines Lebens behandelt, der nun ja auch schon wieder als solcher abgeschlossen ist, sind die Songs so gesehen eher eine Beschreibung der damaligen Zeit. Für mich persönlich ist aber zum Beispiel ein Song wie "ybid" schon zeitlos, da das Thena, auch wenn es traurig ist, sicherlich noch mal so in meinem, wohl aber auch in jedem Leben, vorkommt. Das ist eben Liebe. Das Schönste und gleichzeitig Schmerzhafteste, dass das Leben zu bieten hat. Am Ende hoffe ich aber, dass die Songs auch nach mehrmaligem Hören und nach mehreren Wochen und Monaten relevant bleiben. Für mich hat sich das aber auf jeden Fall schon mal erfüllt.

Stört es dich da, dass der weg vom schreiben übers mastern bis zum Download so lange gedauert hat?

Nein, wobei ich jetzt auch nicht sagen würde, dass der Zeitraum wirklich lang war. Ich habe einige Wochen daran geschrieben, alles etwas sacken lassen und konnte dann auch einigermaßen fix einen Recordingtermin mit Exzem finden. Dann alles an einem Tag recordet und am Ende hat Sterio das auch alles in einem humanen Zeitraum gemastered. Mr. FuckedUp! war ebenfalls sehr schnell mit dem Artwork fertig. Und dann hat es natürlich perfekt gepasst, dass der 14. Februar, also der Valentinstag, mehr oder minder direkt vor der Tür stand. So gesehen hat das alles schon ziemlich gut gepasst. Beim Ich & Wirr Album war das ja damals eher so das Problem...

Nenne doch mal ein paar Platten, die dich beim Entstehungsprozess inspiriert haben.

In erster Linie wollte ich zwar Rap machen, sehe das aber als mehr an, als nur 16er auf Beats zu packen und hatte schon den Anspruch, wirkliche Songs zu schreiben. Somit war ich einfach von Sachen wie Morrissey und The Smiths inspiriert, aber auch von Hardcore-Punk Geschichten wie Defeater, Carpathian, vor allen Dingen aber American Nightmare, die mir ja auch im Bezug auf das Zitat in meinem Artwork als Inspiration galten. Was Wesley Eisold auf der "Background Music" an Schmerz und allen Farben zwischen Liebe und Hass verarbeitet, ist einfach das Größte, was in diesem Bereich jemals verzapft wurde. Das für mich wichtigste Album meines Lebens! Das wollte ich, auch wenn es natürlich sehr ambitioniert klingt, irgendwie auf meine EP übertragen. Das ganze Beziehungswesen schildern, es auseinandernehmen, es wieder zusammensetzen und die jeweiligen Gefühle in den Vordergrund stellen, ohne aber die Technik und den Style außer Acht zu lassen. Abseits davon war gerade die "Unknown Pleasures" von Joy Division für das Artwork und für mein Fotoshooting wichtig. Aber am Ende des Tages war der Anspruch einfach, mehr als nur Rapsongs zu machen. Inspiriert werde ich für meine Musik eh vom Leben und all dem, was ich privat auch höre. Und das erstreckt sich nun mal von HipHop über Hardcore, Indie, Elektro zu zig anderen Genres. Wobei: Fuck Genres! Was zählt ist gute Musik!

Trotz der Hardcore-Einflüsse ist der Sound - was Raps und Beats angeht - sehr an den HipHop der 90er Jahre und den klassischen Boom Bap angelehnt. Warum?

Das hat sich durch die Zusammenarbeit mit DJ Exzem ergeben, der einfach solch einen Sound produziert und das auch authentisch feiert. MPC, Turntables, Samples cutten... Und natürlich feiere ich solche Beats ebenfalls sehr ab, zumal sie zum Konzept sicherlich besser passen, als irgendwelche 16tel Hihats und Synthieflächen. Irgendwie fand ich dieses Gang Starr-Bild aber auch ganz geil: Ein Rapper, ein Produzent/DJ, also ein Tagteam, dann dieser Sound, ein gemeinsames Projekt. Is schon ganz geil.

Denkst du, dass Musiker in anderen Genres weniger Probleme mit Ehrlichkeit und Gefühlen haben?

Definitiv! HipHop ist nun mal dicke Eier haben und da spricht man einfach weniger über sein inneres Selbst. Und wenn das passiert, kann es im Rap einfach sehr leicht passieren, dass es pathetisch und aufgesetzt klingt. Zwar sind in den letzten Jahren immer mehr Songs von Künstlern entstanden, die das sehr gut beherrschen, aber nimm dir ne Klampfe und sing entweder schön darüber oder schrei dir den Wolf, ganz egal - solche Thematiken sind damit einfacher zu bewerkstelligen. Aber Rap ist nun mal die Musikrichtung in der ich mich aktuell am meisten bewege und daher wollte ich das Medium dazu nutzen, dass Konzept darauf zu münzen. Es ist halt schwieriger, aber nicht unmöglich. Und ich hoffe, dass ich das ganz gut hinbekommen habe.
 
Die "<3"-EP könnt ihr ab dem kommenden Sonntag hier kostenlos herunterladen.