Gespräche

Byte.fm: Blog & Roll - Alter Fisch im neuen Gewand

Lange Zeit stagnierte es hier. Im Hintergrund jedoch brodelte es. Zum einen haben wir für byte.fm ein Mixtape für die Sendereihe 'Blog&Roll' zusammengestellt, das heute Abend um 23 Uhr 'On Air' sein wird. Den Fragebogen und einen kleinen, aber feinen Artikel über uns gibt es hier.
 

The Knocks

Wenn man zusammenwohnt, kann man einfach nur zusammenwohnen - oder eben Musik machen. So wie Ben Ruttner und James Patterson. Die beiden teilen sich seit mittlerweile fünf Jahren eine Bude und machen als The Knocks ordentlich Remix-Welle - hüben wie drüben. Sowieso ist man Gutfreund mit den Großen des Indietronic-Zirkus, hat darüberhinaus aber noch ein paar mehr Geschichtchen auf der ToDo-Liste: das Album mit NY-Beau Samuel und die ersten eigenen Songs: "Blackout" ist schonmal ne geile Nummer, wie man in Majorkreisen sagen würde - nur mit dem Unterschied, dass sie das auch wirklich ist. Wir sprachen mit Mr JPatt und DJ B-Roc über ihre Remixe, den röhrenbehosten Spagat zwischen HipHop und elektronischer Musik und die neue New Yorker-Szene.

Benjamin Berry (Fear Of Tigers)

Indietronicacidravebloghypekids dürfte Benjamin Berry wohl durch seine Remixarbeiten für Yes Giantess und The Sound of Arrows schon ein Begriff sein. Kaum einer bringt aufgeblasenes Trancetammtamm und Happy Hardcore-Hymnen so seriös auf die Tanzfläche wie der Engländer. Der große Run auf sein Projekt Fear Of Tigers, welches sich in einem Kosmos zwischen straightem Buddhismus, aufgehübschtem Eurotanzgehabe und einer ausgeprägten Meerschweinchenaffintität bewegt, blieb bisher allerdings noch aus. Zeit für Lachsauge, Benjamin Berry auch hierzulande mal die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Was Benjamin außer dem Fakt, dass er in Japan aufgewachsen, als Kind mit seinem Eltern um die halbe Welt gereist ist, mittelschlechte House-Bömbchen auf seinem Amiga produzierte, sich danach als DJ auf einem Piratensender versuchte, irgendwann doch alles hinschmiss um Music Business Managment zu studieren und das mit der Musik aber irgendwie doch nie wirklich sein lassen konnte, zu erzählen hat? Lest selbst…

Sebastian Sieger (Party Smartie)

Man kann mit seiner freien Zeit viel anstellen. Zum Beispiel nichts tun. Man kann sich aber auch den Arsch aufreißen. So wie Sebastian Sieger. Der 20-jährige hegte schon lange eine Vorliebe für exklusive Prints auf gutgeschnittener Baumwolle aus Übersee und beschloss kurzerhand, selbst ein Label zu gründen. Das Ergebniss ist Party Smartie. Die Shirts werden mittlerweile von den Rappern Casper und Prinz Pi genauso getragen wie von aufstrebenden Hardcore-Bands wie Elude the End und The Haverbrook Desaster . Zuletzt sportete sogar Grime-Göhre Lady Sovereign eines der Shirts in der britischen Big Brother-Ausgabe. Wir haben mit Sebastian, übrigens der rechte Bursche im Bild, über sein kleines aber feines Label Party Smartie gesprochen.

Andrew Lindsay (Fenech-Soler)

Schon im vergangenen Frühjahr hatten die Trendmauscheler Fenech-Soler auf ihrer Schauliste für Nullzehn. Mit einer so starken Single wie "Lies" und Remixen von Topkatzen wie Alan Braxe, war der Drops eigentlich schon so gut wie gelutscht. Als sich dann Anfang des Jahres zu dem kleinen aber feinen Internethype noch die Collabo mit den Discodudes von Groove Armada für deren Auskopplung "Paper Romance" gesellte, war sowieso alles klar. Warum nicht noch so eine starke Single wie "Stop And Stare" inklusive der üblichen Reworksause nachlegen, um im August dann mit dem Debütalbum alles abzureißen? Jan sprach mit Drummer Andrew Lindsay über die Anfänge der Band, hilfreiche Kategorisierungen von findigen Musikjournalisten und das anstehende Album.

Joey Sulkowski (Yes Giantess)

Brainstorming Yes Giantess: Ladungen an Brachialsynthies, eine energetische Frontsänger-Kopfstimme, nahe der des jungen Michael Jackson, und vor allem einen unverkennbaren Spaß an der Sache. Spaß, welcher ironiefreie Griffe in die Zitatkiste zwischen Mariah Carey, Kylie Minogue und Journey erlaubt und amerikanische Popmusik hervorbringt, die auch im sonst eher US-Pop-kritisch eingestellten Musikeuropa für Begeisterung sorgt. Wir sprachen mit Drummer Joey Sulkowski von Yes Giantess über musikalische Einflüsse, Remixarbeiten von Asher Roth bis hin zu Miley Cyrus und die ewigen Passion Pit-Vergleiche.

Philipp Paulus

Ein klarer Fall: unsere bisherigen Gesprächspartner, DJ's, Musiker und Autoren, wollen stets ins rechte Licht gerückt werden. Jemand, der dieses Handwerk versteht, ist Philipp Paulus. Der 18-jährige fotografiert seit etwa zwei Jahren - hauptsächlich in den Bereichen Fashion, Beauty und People. Zu seinen Kunden zählt unter anderem die renommierte Bekleidungshauskette Peek & Cloppenburg. Ein Gespräch über sein junges Alter, die damit einhergenden Vorurteile, das nötige Equipment für einen guten Fotojob und den Shooting-Alltag.

Finn-Ole Heinrich

Wer mit unter 30 schon auf ein Œuvre von einem Roman, zwei Erzählbänden und diversen Kurzfilmen zurückblicken kann, versteht sein(e) Handwerk(e). Finn-Ole Heinrich, Baujahr 1982, ist so jemand: Romanautor, Filmemacher, Stipendiant. Wir sprachen mit dem Wahlhamburger über seine Anfänge als Autor, seine anstehenden Filmprojekte und die Angst vor dem Geschriebenen.

Kevin Hamann (ClickClickDecker, Bratze & My First Trumpet)

Kevin Hamann hat viel zu tun: zum Beispiel als ClickClickDecker scheinbar unwichtige Alltagsphilosophien in doppeldeutigsten Nebensätzen verschachteln oder gemeinsam mit Der Tante Renate als Bratze den Synthesizer dazuzuschalten, um daraufhin bei seinem Instrumentalprojekt My First Trumpet Gesang und Text lieber außen vorzulassen und sich wiederum ganz auf den Beat zu konzentrieren. Außerdem geht er noch beim Hamburger Radiosender Byte.FM auf Sendung und trägt einen Schnauzbart. Das aber nur nebenbei. Denn gerade steht wieder die Musik im Vordergrund. Heute, am Freitag, den 19. März, erscheint mit "Korrektur Nach Unten" das neue Bratze-Album über Audiolith. Wir haben uns mit dem Hamburger über seine verschiedenen Projekte, das Leben als hauptberuflicher Musiker und seine Gesichtsbehaarung unterhalten.

Jörg Albrecht

Der junge Roman- und Theaterautor Jörg Albrecht hat sich vor einiger Zeit bereit erklärt uns Fragen über seine Arbeitsweisen und sein Literatur- und Kunstverständnis zu beantworten. Dabei ist aus der Not heraus etwas Tolles entstanden – nämlich ausführliche, inspirierende und tiefe Einblicke gebende Antworten, die direkt aus der Hand (Feder) Jörg Albrechts stammen. Das Interview wurde per email geführt.